Kinderlaufräder

KinderlaufradEs gibt zahlreiche Spielzeuge und Aktivitäten, die von kleinen Kindern mehr oder weniger gerne genutzt werden. Gerade im Frühling und im Sommer, wenn das Wetter entsprechend schön und die Temperaturen angenehm sind, zieht es viele Kinder nach draußen, um hier zu toben und zu spielen. Ein sehr beliebtes Spielzeug im Freien, gerade für kleine Kinder, ist das Kinderlaufrad.

Doch hierbei handelt es sich um ein relativ komplexes Thema, bei welchem mehrere Aspekte beachtet werden sollten, damit das Laufrad letzten Endes auch den eigenen Anforderungen gerecht werden kann.

Was ist ein Kinderlaufrad?

Optisch unterscheidet sich ein Kinderlaufrad nur wenig von einem normalen Fahrrad. Allerdings ist bei diesem Spielzeug der Antrieb ein ganz anderer. Während beim Fahrrad das Rad durch das kräftige Treten in die Pedale in Bewegung gesetzt wird, funktioniert dies beim Kinderlaufrad ganz anders. Hier ist es nämlich die klassische Bewegung des Laufens, die für schnelle und rasante Fahrten sorgen kann. Das Kind stößt sich dementsprechend mit den Füßen am Boden ab und sorgt somit für Beschleunigung und Kontrolle.

Ein großer Vorteil bei einem Kinderlaufrad ist das Gleichgewicht. Da in der Regel ständig ein Fuß auf dem Boden ist, kann das Laufrad auch im jungen Alter bereits ohne Probleme verwendet werden. Eine lange Übung und intensives Training, wie dies beim normalen Fahrrad oft der Fall ist, sind hier nicht nötig. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kann das Laufrad bereits ausgiebig verwendet werden. Dann nehmen ältere Kinder, auf abschüssigen Strecken auch gerne beide Füße hoch.

Worauf muss man beim Kauf achten?

Die Auswahl der verfügbaren Modelle aus dem Bereich Laufrad ist heute so groß wie wohl noch nie zuvor. Dementsprechend sind gerade junge Eltern beim nötigen Neukauf schnell überfordert und wissen nicht genau, worauf überhaupt geachtet werden muss. Dabei ist es beim neuen Kinderlaufrad besonders wichtig, den Kauf mit Bedacht zu tätigen. Denn nur in diesem Fall kann das Kind auch wirklich sicher und mit der richtigen Unterstützung auf dem Laufrad fahren. So ist beispielsweise nicht jedes Modell auch wirklich für alle Kinder geeignet, weil beispielsweise die Rahmenhöhe nicht beachtet wurde, oder die maximale Tragkraft einfach nicht mehr ausreicht.

Altersempfehlung

Generell sind Laufräder für kleine Kinder bereits gut geeignet. Hierbei sollte jedoch natürlich immer die individuelle Entwicklung des Kindes beachtet werden. Ist ein Kind in der motorischen und körperlichen Entwicklung bereits weit vorangeschritten, kann das Fahren mit dem Kinderlaufrad früher beginnen.

Auch die Optik des Laufrades ist enorm wichtig, was nicht nur vom Geschlecht des Kindes abhängig ist. Generell gibt es heute auf dem Markt Modelle, die laut Hersteller bereits für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr geeignet sind. Allerdings sollte hierbei beachtet werden, dass in diesem Alter die Kinder die Bewegungsabläufe oftmals noch nicht kontrollieren können, um ein sicheres Fahren zu ermöglichen. Auch ein sicheres Einschätzen der Geschwindigkeit ist oftmals nicht möglich. Soll das Kinderlaufrad dementsprechend bereits in diesem Alter eingesetzt werden, sollte Vorsicht an vorderster Stelle stehen. Die ersten Fahrten sollten auf jeden Fall nur mit direkter Begleitung und Unterstützung erfolgen, um Stürze und Verletzungen zu vermeiden. Generell ist bei den meisten Kindern eine Verwendung ab ca. 2,5 bis 3 Jahren möglich.

Tragkraft

Je nach Alter und körperlicher Entwicklung sind Kinder natürlich unterschiedlich schwer. Beim Kauf eines neuen Laufrades sollten die Eltern deshalb einen genauen Blick auf die Tragkraft werfen. Diese ist unter anderem von der Art der Konstruktion und natürlich auch von dem verwendeten Material, aus welchem das Kinderlaufrad besteht, abhängig.

Zwar tragen die meisten Modelle das Gewicht von kleinen Kindern vollkommen ohne Probleme, allerdings sieht es ganz anders aus, wenn das Laufrad auch im fortgeschrittenen Alter noch verwendet werden soll. In diesem Fall ist ein entsprechend stabiles und hochwertiges Kinderlaufrad besonders wichtig. Sehr beliebt sind hier Modelle aus robustem Holz. Auch hochwertiger Kunststoff ist hier natürlich eine gute Wahl.

Optik

Auch die Optik ist beim Kinderlaufrad ein sehr wichtiger Aspekt. Da sicherlich auch die Eltern möchten, dass das Kind gerne und viel mit dem neuen Laufrad spielt, sollten hier vor allem die Vorlieben von dem Kind im Vordergrund stehen. Eine gute Idee ist es aus diesem Grund immer, dass Kind selbst direkt mit zum Kaufen mitzunehmen. Da sich das Kind hier dann vor Ort das gewünschte Modell aussuchen darf, gefällt dieses mit Sicherheit auf jeden Fall.

Glücklicherweise gibt es das Laufrad heute in den verschiedensten Formen, Farben und Variationen, sodass für jeden Geschmack genau das richtige dabei sein dürfte. Sogar zu den bekannten und beliebten Filmen von Disney, mit den von Kindern geliebten Figuren, stehen heute auf dem Markt Laufräder für alle interessierten Kunden bereit.

Sattel

Ein breiter Sattel sollte bei einem Kinderlaufrad selbstverständlich sein. Denn dieser bietet dem Kind beim Fahren und Spielen gleich mehrere Vorteile zur selben Zeit. So sorgt der Sattel mit der breiten Fläche für guten Halt beim Fahren, auch wenn das Kind noch nicht ganz so sicher mit der Verwendung ist. Auch auf die Polsterung sollten die Eltern beim Kauf einen geübten Blick werfen. Da Kinder beim Fahren mit dem Kinderlaufrad noch relativ empfindlich sind, sollte diese möglichst weich und angenehm sein. Dadurch wird ein längeres Fahren ermöglicht.

Bremsen

Generell bestimmen die Kinder beim Kinderlaufrad mit den eigenen Füßen die Geschwindigkeit. Doch sichere und hochwertige Bremsen dürfen dennoch auf keinen Fall fehlen. Dies trifft natürlich nur zu, wenn das Kind schon einige Erfahrungen mit einem Laufrad ohne Bremse sammeln konnte, oder die motorischen Fähigkeiten besitzt eine Handbremse zu betätigen. Räder für Kinder ab einem Alter von 2 Jahren haben deshalb überwiegend keine Bremsen.

Meist handelt es sich um klassische Felgenbremsen, die vom Lenker aus betätigt werden. Die Eltern sollten bereits beim Kauf darauf achten, dass die Bremsen entsprechend eingestellt und natürlich auch vorhanden sind. Eine sorgfältige Prüfung der verschiedenen Angebote ist da die richtige Wahl.

Bereifung

Breite Reifen, dünne Reifen, mit und ohne Profil, die Auswahl ist gigantisch. Generell sind jedoch die breiten Reifen mit einem ausgeprägten Profil bestens geeignet, wenn sicheres und komfortables Fahren an erster Stelle steht. Zwar benötigen diese beim Fahren einen höheren Kraftaufwand, auch sind die Geschwindigkeiten hiermit oftmals niedriger, allerdings ist die Sicherheit beim Fahren natürlich das wichtigste. Im Übrigen lassen sich die Reifen am Kinderlaufrad heute bei den meisten Modellen vollkommen ohne Probleme auswechseln, sollten diese den eigenen Ansprüchen nicht mehr genügen.

Rahmendurchstieg

Beim Kauf spielt auch der Rahmendurchstieg eine wichtige Rolle. Gerade bei den günstigen Modellen, die bei den bekannten und großen Anbietern zu finden sind, befindet sich in der Mitte oftmals noch eine hohe Stange. Dies ist bei kleinen Kindern jedoch keine gute Wahl, denn diese erschwert das Auf- und Absteigen deutlich. Eine viel bessere Wahl ist dementsprechend ein möglichst tiefer Einstieg. Mit diesem gelangt das Kind immer und überall sicher auf das Rad, sodass das Fahren kein Problem sein sollte. Zwar ist ein Kinderlaufrad mit einem besonders tiefen Rahmendurchstieg oftmals einige Euro teurer, allerdings lohnt sich dieser Aufpreis gerade bei einer regelmäßigen Nutzung auf jeden Fall.

Seitenständer

Viele Laufräder bieten direkt ab Werk keinen Seitenständer. Soll das Laufrad jedoch auch mit zum Einkaufen oder auch in den Urlaub, kann dieser sehr praktisch sein. Wer bereits ein Kinderlaufrad besitzt, dieses jedoch nicht über einen Seitenständer verfügt, kann diesen in der Regel ohne Probleme nachrüsten. Im Fachhandel gibt es hierfür das entsprechende Zubehör, welches mit wenigen Handgriffen an dem Kinderlaufrad angebracht werden kann. Ein sicheres und schnelles Abstellen ist dann möglich, ob im Garten oder beim Einkaufen.

Schutzausrüstung

Ob auf dem Gehweg oder auf einem Feldweg mit kleinen Hügeln, auch bei der Verwendung von einem Kinderlaufrad kann natürlich immer etwas passieren. Durch die teils hohen Geschwindigkeiten sind hier gravierende und gefährliche Verletzungen möglich. Aus diesem Grund sollte eine entsprechende Schutzausrüstung natürlich immer mit dabei sein.

Eine besonders wichtige Rolle spielt hier der Schutzhelm. Der klassische Fahrradhelm kann natürlich mit einem bunten Motiv und einem ansprechenden Design schmackhaft gemacht werden, damit immer der entsprechende Schutz gewährleistet werden kann.

Auch Schoner für Ellbogen und Knie können zumindest am Anfang genutzt werden, bis das Kind sicher auf dem Kinderlaufrad unterwegs ist.

Wer hat das Laufrad erfunden?

Bereits im Jahr 1817 wurde das ursprüngliche Laufrad erfunden. Dieses gilt auch heute noch als Vorläufer des klassischen Fahrrades und hat mit dem Kinderlaufrad optisch kaum Ähnlichkeit. Allerdings ist das Prinzip genau dasselbe gewesen. Durch das Abstoßen vom Boden wird das Rad in Bewegung gesetzt und wieder gestoppt. Als Erfinder gilt Alfred von Drais, die Bezeichnung „Draisine“ als Synonym für das Laufrad wird auch heute noch verwendet.

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